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Klubreise Slowenien - Teil 4

Dienstag, 25.7.2017, OOCUP 2. Etappe

Noch etwas verschlafen und teilweise mit müden Beinen erschienen die 21 Bussolaner zum Frühstück. Man wollte sich für die zweite Etappe genügend stärken, um die doch etwas längeren Distanzen als am Vortag mit ausreichenden Kräften zu bewältigen.

Diskussionen und Verunsicherungen gab es vor allem beim Studieren der Postenbeschreibung. «Hier muss irgendetwas falsch sein!», wurde an verschiedenen Ecken gemunkelt, da doch tatsächlich keine einzige Senke als Postenobjekt zu erkennen war. Alles, was man gemäss Weisungen vermuten konnte, war, dass die längere Distanz wohl durch die schnellere Belaufbarkeit kompensiert werden musste und der Wald sich weit detailarmer präsentierte als noch am Vortag. Die Vermutungen bewahrheiteten sich. Die Läufer wurden vor allem in der Anfangsphase mit einigen (für slowenisches Gelände untypischen) Hangposten gefordert, gefolgt von einer Routenwahl über ein Bachtobel und einem Geländewechsel.

Aber auch der Schlussteil hatte es in sich. Der Wald zeigte sich fast ein wenig skandinavisch. Es galt, mittels Kompass die Hügelzüge am richtigen Ort zu überqueren um dann die Posten bei den Mulden, Steinen, Felsbändern oder Kuppen ohne Umwege anzulaufen. Das Lauftempo möglichst hoch zu halten, nahe am Strich zu laufen und dabei nicht die Kontrolle zu verlieren, war die Devise.Grösstenteils gut gelaunt und mit einem Lächeln auf dem Gesicht, erreichten die Bussolaner das Wettkampfzentrum.

Nach einem Sprung ins kühle Nass und einer Stärkung wurde die kurvenreiche Reise zu den weltberühmten Höhlen von Postojna angetreten. Bereits von Weitem konnte man erahnen, dass es sich hier um etwas Grossartiges handeln musste. Mit dem holprigen «Zügli» und etwas zusammengepfercht, fuhren wir zwei Kilometer ins Innere. Dank Reiseführer Jeggi wussten wir, dass wärmere Kleidung von Vorteil war – andere Höhlenbesucher waren offensichtlich nicht so gut informiert (9,5 °C ). Von unserem Guide erfuhren wir, dass diese Höhlen bereits seit 200 Jahren für touristische Zwecke genutzt werden und schon über 40 Millionen Besucher die Stalagmiten und Stalaktiten aus der Nähe bewundert haben. An einem Regentag werden sogar bis zu 13'400 Touristen!!! durch die Grotten geschleust. Ein ereignisreicher Tag ging mit Auswertungen und Routenvergleichen beim Nachtessen zu Ende.

Text: Luca Zingg und Anina Brunner

Fotos finden sich in der Galerie

 

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