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PowerMan Zofingen, Duathlon Longdistance WM

Rolf Wermelinger startete am 3.9.2017 am PowerMan in Zofingen und belegte an der Duathlon Longdistance WM den hervorragenden 6. Rang. Bussola ok gratuliert ihm herzlich. Im folgenden Text bereichtet er eindrücklich über seine erreichten PowewrMan-Ziele. 

Natürlich bin ich mit dem 6. Rang überglücklich, aber die Platzierung hängt bekanntlich vom Teilnehmerfeld und der Tagesform der Konkurrenten ab. Zum Beispiel mussten leider Felix Köhler (Europameister) und Andy Sutz verletzungs- bzw. krankheitsbedingt das Rennen frühzeitig abbrechen. Meine Hochachtung, dass ihr trotzdem am Start gestanden seid!

Mit meiner Leistung bin ich dann zufrieden, wenn ich bei meinem Saisonhöhepunkt in top Form bin und die persönlichen Ziele erreichen konnte. Dies gelang mir letzten Sonntag und führte zu meinem bislang wohl grössten sportlichen Erfolg! Jede/er sollte in seinem Leben persönliche Erfolge feiern und sich über seine vollbrachte Leistung freuen dürfen. Ich glaube, dass realistisch gesetzte Ziele für das Feiern von Erfolge essenziell sind.

Meine erreichten PowerMan-Ziele:

1. Gelassen am Start stehen

Während meiner Vorbereitung habe ich so trainiert, dass ich mich nebst meinem Studium wohl fühlte. Ich habe gemacht was ich konnte.

2. Persönliche Zeit vom letzten Jahr unterbieten

Ich war fast 12 Minuten schneller!

3. Den Wettkampf taktisch gut einteilen

Nach einem schnellen 1. Lauf wechselte ich in der 9-er Spitzengruppe mit den top Favoriten und schnellen Fahrern aufs Rad. Trotz schnellen Zwischenzeiten absolvierte ich die ersten 2 Runden kraftsparend (auch mit 12m Abstand kann man sich gut «verstecken»). An der Spitze zeigte ich mich nur in den Anstiegen, meine Stärke. Ich fuhr aufmerksam und konnte bei den entscheidenden Tempoverschärfungen mithalten. Vor allem in den Anstiegen der 3. Runde, da «trennte sich die Spreu vom Weizen». Zwar konnte ich in der Steigung am Bodenberg dem Angriff von Maxim Kuzmin (RUS) mit drei Verfolgern nicht mithalten. Dennoch traf ich die richtige Entscheidung, in dem ich mit einem Kraft Effort dem Tempo von Soren Bystrup (DEN) mithielt. So konnten wir uns von der grossen Gruppe absetzen, Yannick Cadalen (FRA) einholen und den letzten Abschnitt bis zur Wechselzone kräftesparender fahren.

4. Den zweiten Lauf mit besseren Beinen, schneller absolvieren als im 2016

 Hinter Soren Bystrup stieg ich an 5. Position liegend vom Rad. Schon auf den ersten 100 Metern wurde mir bewusst, dass ich seinem Tempo nicht mithalten kann. Er erkämpfte sich mit der 4. schnellsten Laufzeit die Bronzemedaille. Ich teilte mir die ca. 29 km gut ein und lief konstant, so dass ich mich auf der letzten von vier Runden sogar noch steigern konnte. Obwohl meine Pace nicht ganz so schnell war wie erhofft und die neue Streckenführung um ca. 5 Minuten langsamer ist, lief ich eine um 3 Minuten schnellere Zeit als 2016! Klar musste ich mich auch dieses Mal durchbeissen, aber ohne Krämpfe und einiges entspannter. Dies erreichte ich wohl mit regelmässigen Longruns, Hügelintervalls und Koppeltrainings (Bike+Run) in der Vorbereitung.

5. Rasche Wechsel ohne Penalty

Während den letzten Trainings übte ich den Materialwechsel um sie zu automatisieren. Dabei hielt ich mir immer wieder die wichtigsten Regeln vor Augen, so dass sich mein Fehler der EM nicht wiederholte. Vor dem Start informierte ich mich detailliert über die Ein- und Ausgänge der Wechselzone. Mit dieser Vorbereitung absolvierte ich die Wechsel fehlerfrei und in akzeptablen Zwischenzeiten. Well done!

6. Trotz den gesteckten Zielen die Freude am Rennen nicht verlieren

In der Vorbereitung war ich oft recht angespannt und teilweise etwas unsicher mit meinem Formstand. Aber diese Anspannung legte sich bereits während dem ersten Lauf, als ich mit der Spitzengruppe gut mithalten konnte. Und vor allem auf dem Velo verspürte ich eine persönliche Stärke, die mir bewies, dass ich in der Vorbereitung doch Einiges richtiggemacht hatte. Es war ein geiles Rennen!

 

Vielen Dank an

- meine Teamkollegen für die taktische Mithilfe und die tollen «Schlüssel-Trainings»!

- Sabine und Maja Rothweiler für die perfekte «à la carte» Verpflegung!

- Ski+Velo-Center, bussola ok, Swiss Duathlon, Sponser.ch für eure Unterstützung!

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